Brust, Rücken, Hüfte - Die Tragemöglichkeiten
Tragen vor der Brust
Vor allem mit einem Tragetuch sind verschiedene Tragetechniken möglich, die sich nach dem Alter des Kindes richten. In den ersten Monaten wird die Wiege oder die Kreuzwiege empfohlen. Hierbei handelt es sich um eine Möglichkeit, das Baby komfortabel und sicher zu tragen und es gleichzeitig sanft in den Schlaf zu wiegen. Die Haltung des Kindes ist dabei ähnlich der Haltung in den Armen. Ebenfalls von Geburt an ist es möglich, Kinder aufrecht zu tragen. Hier werden vor allem die Kreuztrage und die Wickelkreuztrage empfohlen. Wichtig ist, dass bei allen Tragevarianten, die möglich sind, in den ersten Lebensmonaten das Kind auf jeden Fall vor der Brust getragen wird. Babytragen wie zum Beispiel der Glückskäfer sind ebenfalls sehr gut zum Tragen vor der Brust ab den ersten Wochen einsetzbar.
Rückentrage und Tragen auf der Hüfte
Frühestens ab dem 3. Monat wird vorgeschlagen, dass man das Kind auf der Hüfte trägt. Hierbei ist zur Unterstützung das Tragetuch genauso gut geeignet, wie eine stabile Babytrage. Wichtig ist, dass das Kind sich bereits ein wenig aufrecht halten kann. Vor dem 3. Monat sollte man daher damit nicht beginnen. Ab dem 3. Monat kann man dann beginnen, das Kind auch auf dem Rücken zu tragen. Der Vorteil ist, dass man diese Tragemöglichkeit bis zu einem Alter von 3 - 4 Jahren durchführen kann. Hier gibt es für ein Tragetuch bestimmte Wickeltechniken, die ein sicheres Tragen auf dem Rücken gewährleisten. Die meisten Babytragen sind so gestaltet, dass man sie sowohl vor der Brust, auf der Hüfte und auf dem Rücken einsetzen kann.
Tragen mit Blick nach vorne vermeiden
Generell raten alle Experten davon ab, das Kind so vor der Brust zu transportieren, so dass es nach Vorne sehen kann. Dies hat vor allem haltungstechnische Gründe. Wird das Kind mit dem Blick nach Vorne getragen, haben seine Beine keine Möglichkeit, sich abzustützen. Zusätzlich drückt die Brust auf den Rücken des Kindes. Dadurch können gravierende Haltungsschäden, wie das Hohlkreuz, entstehen. Darüber hinaus findet eine Reizüberflutung statt, dem sich das Kind mit Blick nach Vorne in keiner Weise entziehen kann.
